Windows 8 kommt mit komplettem, vorinstalliertem Virenscanner. Windows 7 gilt als das bisher beste Betriebssystem von Microsoft. Glaubt man verschiedenen Statistiken, sind etwa 20% aller Computer in Österreich nicht vor Viren geschützt, das heißt, sie verfügen über keine Antivirensoftware. Etwa die Hälfte aller Computer sind nur unzureichend geschützt.
Dem möchte Microsoft nun entgegentreten. Windows 8 wird einen eingebauten, kostenlosen Virenscanner haben. Basierend auf den "Security Essentials" soll nun nicht nur mehr vor Spyware, sondern auch vor Viren und Trojanern geschützt werden.
Die eingebaute Virenschutz-Lösung ist schlicht gehalten, bremst den PC kaum aus und erreicht in Tests gute Erkennungsraten. Wer kann einen Virenscanner besser in ein Betriebssystem besser integrieren, als der Hersteller selbst?
Microsoft nimmt den Benutzern mit Windows 8 die Arbeit ab, Virenschutz von Drittanbietern nachzurüsten und schließt damit eine klaffende Lücke auf vielen PCs.
Eine nicht geringe Zahl von Computerbenutzern wird dann vermutlich auf Kaspersky und Co. verzichten und sich mit der Microsoftlösung begnügen. Was die Drittanbieter dagegensetzen werden bleibt abzuwarten.
Windows 8 soll noch vor Weihnachten 2012 auf den Markt kommen.
"Das ist der neue Startscreen. Man geht nicht mehr zu einem leeren Desktop", so die Microsoft-Managerin Vor knapp 16 Jahren startete Microsoft mit Windows 95 die Ära der Fenster. Dieses Konzept wurde bis zum aktuellen Windows 7 ohne große Änderungen beibehalten und trug auch wesentlich zum Erfolg des Betriebssystems bei. Offenbar steht nun dieses Standard-Interface vor der Ablösung.
Windows 8 soll bekanntlich nicht nur auf den klassischen Computern seinen Platz finden, sondern auch auf den Tablet-PCs eine ordentliche Bedienung ermöglichen.
Dass die nächste Windows-Generation über eine "fingerfreundliche" Oberfläche bekommt ist nicht neu. Auf dem Startscreen von Windows 8 sieht man die so genannten Live Tiles - eine Kombination aus Icon und Widget. Diese dienen, wie von einigen Smartphone-Betriebssystemen bereits bekannt, zum Starten von Anwendungen und Anzeigen verschiedenen Informationen, wie Wetter, e-Mails oder Termine. Im Gegensatz zum klassischen Windows-Desktop lassen sich dann auf dem Startscreen keine Dateien mehr speichern.
Mit dem Interface soll auch eine neue Art von Applikationen unter Windows einziehen. Sie laufen nicht mehr in frei verschiebbaren Fenstern mit Titelleisten, sondern grundsätzlich im Vollbild. Vom Windows-Interface ist dabei nichts mehr zu sehen. Auch das klassische "X" zum Schließen von Fenstern und Programmen soll abgelöst werden. Anwendungen, die nicht nach dem neuen Modell funktionieren, also zu Beginn wahrscheinlich fast alle, werden im klassischen Windows-Desktop mit Taskleiste und Desktop gestartet.
Microsoft wagt mit Windows 8 also einen radikalen Umbruch. Das Ziel ist klar: Die Benutzung aller Endgeräte, egal ob Smartphone, Tablet, Notebook oder Desktop-PC soll vereinheitlicht werden. Grundsätzlich eine gute Idee. Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft den guten Willen auch umzusetzen weiß. Windows-Mobile konnte bisher kaum Marktanteile gewinnen. Die optische "Vereinheitlichung" aller Windows-Versionen und auch die Kooperation mit Nokia könnte Microsoft auch auf dem Smartphone-Sektor wieder Boden gewinnen lassen.
Wie die Benutzer darauf reagieren werden, wird sich zeigen. Schon die Neugestaltung der Benutzeroberfläche bei Office 2007 und 2010 ist bisher auf gemischte Gefühle gestoßen.
"Monkeyboy" Steve Balmer nennt das neue Windows erstmals beim Namen. Erstmals wurde das neue Windows offiziell beim Namen genannt. Laut Balmer liegt die Entwicklung perfekt im Zeitplan. In einer Rede beim Microsoft Developer Forum kündigte Ballmer neben der klassischen PC-Version von Windows 8 auch eine Tablet-Variante an.
Windows 8 setzt auf die Schnittstellen USB 3.0 als auch Bluetooth 3.0. Außerdem scheint die Bewegungserkennung eine noch größere Rolle zu spielen als bei Windows 7. Eine Kamera vorausgesetzt, soll die Windows-Anmeldung künftig auch per Gesichtserkennung funktionieren. Dieses Feature bringt noch weitere Vorteile: Je nach Umgebungshelligkeit kann Windows 8 die Bildschirmhelligkeit automatisch anpassen. Der Bootvorgang des neuen Windows soll nur mehr wenige Sekunden dauern.
Besonders interessant: Windows 8 kann laut inoffiziellen Berichten, auf Wunsch komplett zurückgesetzt werden. Bei dem Vorgang werden dann sämtliche Daten, Einstellungen und Programme entfernt oder zurückgesetzt. Übrig bleibt ein reines Windows, wie kurz nach der Installation.
Das finale Windows 8 wird 2012 erscheinen, eine Beta-Version wird es aber höchstwahrscheinlich noch dieses Jahr geben.